Einsatzdaten
brennt Sporthalle
Am 28.02.2026 um 18:35 Uhr
Dr. Werner Freyberg Straße, Laudenbach
Eingesetzte Fahrzeuge: LF16/12, DLK23/12, HLF20, KDOW, ELW, Dekon- P
Einsatzzeit: 5 Std. 3 Min.






Dichte, schwarze Rauchwolken und meterhohe Flammen waren gestern Abend bereits von der Hemsbacher Brücke aus sichtbar, als die Feuerwehr Hemsbach um 18:35 Uhr zur Überlandhilfe nach Laudenbach alarmiert wurde. Schnell war klar, dass es sich um ein Großbrandereignis handelte.
Mit dem HLF 20, der DLK 23/12, dem LF 16/12, dem Einsatzleitwagen sowie dem Kommandowagen rückten unsere Einsatzkräfte zur brennenden Bergstraßenhalle aus.
Vor Ort wurde die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Gemeinsam mit der Feuerwehr Weinheim übernahmen wir den Einsatzabschnitt 1 auf der Westseite der Halle. Aufgrund der enormen Brandausbreitung stand schnell fest, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war. Ziel war es daher, den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Über die Drehleitern aus Hemsbach und Weinheim sowie über einen Wasserwerfer wurde ein massiver Löschangriff von außen durchgeführt. Insgesamt kamen drei Drehleitern sowie der Teleskopmast der Werkfeuerwehr Freudenberg zum Einsatz. Die intensive Brandbekämpfung zeigte Wirkung, und der Brand konnte nach stundenlangem Einsatz unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden.
Zur Unterstützung waren neben den Feuerwehren aus Laudenbach, Hemsbach und Weinheim auch Kräfte aus Heppenheim, die Werkfeuerwehr Freudenberg, der Gerätewagen Messtechnik aus Ladenburg, das Technische Hilfswerk, der stellvertretende Kreisbrandmeister sowie Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort. Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte im Einsatz.
Im Verlauf der Arbeiten wurde zusätzlich unser Dekon-P Fahrzeug nachalarmiert, um unsere kontaminierte Ausrüstung und Einsatzmaterial sicher abzutransportieren.
Die Bergstraßenhalle ist durch das Feuer stark beschädigt und einsturzgefährdet und darf derzeit nicht mehr betreten werden. Der Laudenbacher Bürgermeister Benjamin Köpfle machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Wie es zu dem Brand kommen konnte und wie hoch der entstandene Schaden ist, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Für die Feuerwehr Hemsbach endete der Einsatz gegen 23:40 Uhr. Doch auch danach war der Einsatz noch nicht vollständig beendet: Die Reinigung von Fahrzeugen, Geräten, Atemschutz und Schutzkleidung wird noch mehrere Tage in Anspruch nehmen, bis die vollständige Einsatzbereitschaft wiederhergestellt ist.
Am nächsten Morgen um 09:25 Uhr wurde die Feuerwehr Hemsbach erneut mit dem LF 16/12 sowie der Drehleiter zu Nachlöscharbeiten nach Laudenbach alarmiert. Vor Ort wurden verbliebene Glutnester kontrolliert und abgelöscht, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Nach etwa einer Stunde konnte auch dieser Einsatz beendet werden.
Ein solcher Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig die überörtliche Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen ist. Nur durch das koordinierte Vorgehen aller Beteiligten konnte der Brand erfolgreich bekämpft werden.
Ein besonderer Dank gilt der Firma Landschafts & Forstservice Marcel May sowie den umliegenden Firmen für die Unterstützung bei der Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken und der Bereitstellung von sanitären Einrichtungen. Diese Hilfe ist bei einem stundenlangen Einsatz von unschätzbarem Wert. (AD)