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Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hemsbach – Rückblick auf ein intensives und erfolgreiches Jahr
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (AD)   -   Freitag, den 27. Februar 2026
Am Samstag fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hemsbach im Lehrsaal des Gerätehauses statt. Pünktlich um 19 Uhr begrüßte Kommandant Patrick Janowski die anwesenden Kameradinnen und Kameraden, Bürgermeister Jürgen Kirchner, die Mitglieder des Gemeinderates sowie Dr. Franz König zur diesjährigen Versammlung.
Zu Beginn wurde in einer Schweigeminute dem im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden Willi Ehret gedacht.

Im Anschluss richtete Bürgermeister Jürgen Kirchner seine Grußworte an die Versammlung. Er bezeichnete die Feuerwehr Hemsbach als eine hervorragende und unverzichtbare Einrichtung für die Stadt. Besonders hob er die vielfältige und engagierte Arbeit der Feuerwehr hervor und sprach den Einsatzkräften im Namen der Bürgerinnen und Bürger seinen Dank und seine Anerkennung aus. Mit Stolz blickte er auf die zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen des 130 jährigen Jubiläums zurück. Insbesondere das Festwochenende sowie der Große Zapfenstreich seien eindrucksvolle und würdige Höhepunkte gewesen, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. Ebenso lobte er die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrkommando. Aus privaten Gründen konnte Bürgermeister Kirchner nicht bis zum Ende der Versammlung bleiben, ließ es sich jedoch nicht nehmen, den Einsatzkräften persönlich für ihren Dienst und ihr Engagement im vergangenen Jahr zu danken.
 
 

Bericht des Kommandanten

In seinem anschließenden Bericht blickte Kommandant Patrick Janowski umfassend auf das vergangene Jahr zurück. Mit den Worten „Ja wir leben noch“ eröffnete er seinen Vortrag und beschrieb die Feuerwehr Hemsbach als gestärkt, geeint und hochmotiviert. Besonders stolz zeigte er sich über den starken Zusammenhalt innerhalb der Wehr, der nach einem intensiven Jubiläumsjahr keineswegs selbstverständlich sei. Er erinnerte an die zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des 130 jährigen Bestehens und den immensen Zeitaufwand, den die Mitglieder und deren Familien dafür aufgebracht hatten.
Auch das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres war Gegenstand seines Berichtes. So erinnerte er unter anderem an einen Großbrand am 1. Januar 2025, der die Einsatzkräfte über mehrere Stunden forderte. Nach der Alarmstufenerhöhung auf Vollalarm wurden auch die Kameraden aus Laudenbach zur Unterstützung hinzugezogen. Die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren dauerte rund fünf Stunden. Im März kam es zu einem Containerbrand neben einer Flüchtlingsunterkunft, bei dem ein Übergreifen auf das Gebäude nur knapp verhindert werden konnte. Ein besonders außergewöhnlicher Einsatz ereignete sich im August, als ein dreijähriges Kind in einer Regionalbahn mit dem Kopf im Geländer feststeckte und von den Einsatzkräften schnell und schonend befreit werden konnte. Zudem war eine Zunahme von Einsätzen auf der Autobahn festzustellen.
Neben dem Einsatzdienst war die Feuerwehr Hemsbach auch sportlich aktiv. Mehrere Kameraden nahmen am Hemsbacher Altstadtlauf in voller Einsatzkleidung teil. Drei Mitglieder stellten sich dem anspruchsvollen Frankfurter Skyrun, einem der härtesten Treppenläufe Deutschlands, und absolvierten diesen in Uniform und mit Atemschutzgerät. Zwei weitere Kameraden nahmen erfolgreich am Odenwald Trail Run teil.
Zum Ende seines Berichtes konnte Kommandant Janowski auf insgesamt 139 Mitglieder in der Feuerwehr Hemsbach verweisen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden insgesamt 125 Einsätze durch die Einsatzkräfte abgearbeitet.
 

Bericht der Abteilungen

Im Anschluss stellte Jugendfeuerwehrwart Thomas Rheinfrank den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr vor. Er betonte, dass die Jugendfeuerwehr weit mehr sei als nur die technische Vorbereitung auf den späteren Feuerwehrdienst. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung stehe vor allem die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Rheinfrank blickte auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück, das neben den regelmäßigen Übungen auch zahlreiche Veranstaltungen umfasste. Dazu zählten unter anderem der Besuch der Werkfeuerwehr Freudenberg, ein gemeinsamer Ausflug zum Schlittschuhlaufen sowie die traditionelle Christbaumsammelaktion. Auch besondere Übungen mit der DLRG Hemsbach und der Bergwacht Heppenheim stellten wichtige Höhepunkte dar, bei denen die Jugendlichen Einblicke in die Arbeit anderer Hilfsorganisationen gewinnen konnten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Ausbildungsjahres war die erfolgreiche Abnahme der Jugendflamme. Ein ganz besonderes Ereignis war das 50 jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Hemsbach, das im vergangenen Jahr gefeiert werden konnte. Rheinfrank zeigte sich außerdem erfreut über den Zuwachs innerhalb der Jugendleitung sowie über die Unterstützung durch einen neuen stellvertretenden Jugendwart. Zum Abschluss seines Berichtes bedankte er sich bei allen Betreuerinnen und Betreuern, Unterstützern sowie den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr für die Begleitung und Förderung der Jugendfeuerwehr.

Den Bericht des Spielmannszuges stellte stellvertretend Karin Schmidt vor, da der Leiter des Spielmannszuges Simon Hain nicht anwesend sein konnte. Der Spielmannszug blickte auf ein aktives Jahr zurück. Insgesamt wurden zwölf Auftritte absolviert und 51 Proben durchgeführt. Fünf Veranstaltungen fanden im Rahmen der Feuerwehr selbst statt, darunter auch der Große Zapfenstreich, für dessen Teilnahme ein besonderer Dank an alle Musiker ausgesprochen wurde. Ebenso unterstützte der Spielmannszug traditionell die Abholung der Hemsbacher Weinhoheiten sowie die Kerweeröffnung musikalisch. Um den Spielbetrieb weiterhin sicherzustellen, wurde die Zusammenarbeit mit den Spielmannszügen aus Laudenbach und Sulzbach weiter intensiviert. Gleichzeitig entwickelt sich die Nachwuchsarbeit erfreulich positiv und die Ausbildungszahlen sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren gestiegen. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass jeder im Spielmannszug willkommen ist. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und eine Zugehörigkeit zur Einsatzabteilung der Feuerwehr ist keine Voraussetzung für die Mitwirkung.

Ehrenkommandant Thomas Pohl stellte anschließend den Bericht der Ehren und Altersabteilung vor. Mit einem Augenzwinkern berichtete er, dass die Alterskameraden im vergangenen Jahr insgesamt 112 Veranstaltungen auf Kreis und Unterkreisebene besucht hatten und damit eine Punktlandung erzielt worden sei. Die Mitglieder der Ehren und Altersabteilung brachten sich zudem in vielfältiger Weise in die Vorbereitung und Durchführung des Jubiläumsjahres ein. Besonders großen Anklang fand bei den Besuchern die Fotoausstellung im Rathaus, bei der die Alterskameraden persönlich durch die 130 jährige Geschichte der Feuerwehr Hemsbach führten. Auch beim Seniorennachmittag während des Festwochenendes übernahmen die Alterskameraden eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird der Kontakt zu den Witwen verstorbener Kameraden weiterhin gepflegt, die ein fester Bestandteil der Feuerwehrgemeinschaft bleiben. Die derzeit 33 Mitglieder treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Ausflügen, Radtouren und kameradschaftlichen Aktivitäten. Zum Abschluss sprach Thomas Pohl ein besonderes Lob an das Kommando und die Organisatoren des Jubiläumsjahres aus.

Anschließend folgte der Bericht des Rechnungsführers Stefan Büchel. Die Kassenprüfer Dieter Ehret und Martin Bangert bestätigten eine einwandfrei und vorbildlich geführte Kasse und sprachen hierfür ihr ausdrückliches Lob aus. Die anwesenden Mitglieder stimmten im Anschluss der Entlastung des Rechnungsführers zu. Ebenso wurde der Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 vorgestellt.
 

Beförderungen und Ehrungen

Ein wichtiger Bestandteil der Versammlung waren die Beförderungen, Verpflichtungen und Ehrungen.
Zum Feuerwehrmann Anwärter wurden Florian Bauer, Pascal Knauer und Sascha Herion verpflichtet.
Zur Feuerwehrfrau wurde Tashea Frances Marx befördert.
Dominik Hymon wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Lars Beier erhielt den Dienstgrad Löschmeister, Martin Gutfleisch wurde zum Hauptlöschmeister befördert.
Zu Brandmeistern wurden Alexandre Durand, Florian Fath und Simon Hain ernannt.
Volker Polzin wurde zum Oberbrandmeister befördert.
Zu Jugendgruppenleitern wurden Madleen Engelhardt, Alina Wagner, Benjamin Englmeier, Dominik Hymon und Georgios Marigopoulos ernannt.
Für besondere Verdienste wurden ebenfalls Ehrungen ausgesprochen.
Dominik Hymon erhielt die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein Neckar Kreis in Bronze sowie die Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Rhein Neckar Kreis in Bronze.
Mit der Traditionsnadel der Jugendfeuerwehr Baden Württemberg wurden Benjamin Bangert, Philip Pauli und Pascal Knauer ausgezeichnet.

Volker Polzin stellte im Anschluss die im Jahr 2025 absolvierten Lehrgänge und Ausbildungen der Einsatzkräfte vor und unterstrich damit den hohen Ausbildungsstand der Feuerwehr Hemsbach.
Zum Abschluss der Versammlung wurde eine musikalisch untermalte Präsentation mit Bildern der prägendsten Momente des vergangenen Jahres gezeigt. Bevor Kommandant Patrick Janowski die Versammlung um 20:30 Uhr beendete, bedankte er sich von Herzen bei allen Kameradinnen und Kameraden für ihren Einsatz, ihre Zeit und ihr großes Engagement für die Feuerwehr Hemsbach und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
Zum Abschluss dieses Berichtes wollen wir den Kameraden der Feuerwehr Laudenbach danken, die zeitgleich den Brandsicherheitswachdienst in der Hans-Michel-Halle übernommen hatten, damit alle Mitglieder unserer Feuerwehr an der Versammlung teilnehmen konnten.