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Trauer um unseren Ehrenkommandanten Richard Gutwein
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach   -   Dienstag, den 15. Juni 2021

Am vergangenen Freitag erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Ehrenkommandant Richard Gutwein am Mittwoch, den 09.06.2021, im Alter von 82 Jahren, völlig unerwartet verstorben ist.
 
Im April 1958 trat Richard im Alter von 19 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr Hemsbach ein.
Schon sehr früh engagierte sich Richard, über das übliche Maß hinaus, für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in der aufstrebenden Gemeinde Hemsbach.
An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal absolvierte Richard im Jahr 1971 den Lehrgang zum Gruppenführer, ehe er im Jahr 1977 dort erfolgreich auch den Lehrgang zum Zugführer ablegte.
 
Wichtig war ihm immer die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen, auch gemeindeübergreifend, auf einem hohen Niveau zu erhalten. Damit er dieses Ziel verwirklichen konnte, bildete er sich zum Ausbilder für die Grund- und Truppführer-Ausbildung weiter.
Einige, der heute noch in der Einsatzabteilung tätigen Kameradinnen und Kameraden, bekamen durch ihn die ersten Handgriffe des Feuerwehrhandwerks beigebracht.
 
Neben der Ausbildung brachte sich Richard immer auch als „Gestalter“ und „Vordenker“ in die Weiterentwicklung der Hemsbacher Feuerwehr ein.
Erwähnt sei hier seine Mitarbeit im Feuerwehrausschuss, dem er seit 1969 ununterbrochen, bis zu seinem Tode angehörte.
 
Dass Richard sich nicht scheute Verantwortung zu übernehmen zeigte sich darin, dass er von 1976 bis 1989 die Funktion des stellvertretenden Kommandanten und von 1989 bis 1999 als Kommandant der Feuerwehr Hemsbach die Weiterentwicklung vorantrieb.
In diesem Zeitraum wurden so wichtige Entscheidungen wie der Neubau der Feuerwache, die Anschaffung der ersten Drehleiter und die Zuteilung der Verantwortung für Einsätze der Feuerwehr Hemsbach im Autobahnabschnitt zwischen Weinheim und Hemsbach getroffen.
 
Für sein langjähriges und sehr engagiertes Einbringen für den Brandschutz in Hemsbach wurden Richard nicht nur etliche Ehrungen auf Gemeinde- und Landesebene ausgesprochen, zu erwähnen wäre hier das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Landes Baden-Württemberg, sondern auch seine Ernennung zum Ehrenkommandanten im Jahr 1999.
 
Nach seinem Übertritt von der Einsatz- in die Alters- und Ehrenabteilung war es für ihn selbstverständlich deren Leitung zu übernehmen. Hier versah er weiter, sehr engagiert, seinen ehrenamtlichen Dienst und setzte sich für die Belange der Abteilung ein.
 
Die Feuerwehr verliert mit Richard einen aufrichtigen, ehrlichen und zupackenden Feuerwehrkameraden.
 
In Anerkennung und Respekt wollen wir die Werte, die er uns vermittelte bewahren und seiner Gedenken.
Feuerwehrausbildung in Zeiten der Pandemie
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (JS)   -   Montag, den 26. April 2021

Aufgrund der seit mehr als einem Jahr vorherrschenden Corona-Pandemie war es den Feuerwehren nicht möglich ihre Ausbildungen in der seitherigen Art und Weise durchzuführen.

In den Feuerwehren des Unterkreises Weinheim (Laudenbach, Hemsbach, Hirschberg und Weinheim) erfolgte in den vergangenen Jahren die Ausbildung neuer Feuerwehr-kameradinnen und -kameraden, die sogenannte Grundausbildung, immer gemeinsam. Hintergrund hierfür ist es, schon früh die gemeinsame Zusammenarbeit zu fördern und den ehrenamtlichen Zeitaufwand für die Ausbildung zu minimieren.

 

Da im Jahr 2020 keine Grundausbildung durchgeführt werden konnte, haben sich die verantwortlichen Ausbilder und Kommandanten Ende letzten Jahres darauf verständigt im Jahr 2021 einen kombinierten Ausbildungslehrgang anzubieten.

Diese kombinierte Ausbildung sollte drei Lehrgänge beinhalten, nämlich die Grundausbildung, die Ausbildung zum Sprechfunker und den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger.

Weiterhin sollten alle theoretischen Inhalte virtuell, mittels Videokonferenz, vermittelt werden. Zentrale Ausbildungsinhalte bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger und Sprechfunker wurden mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept in Präsenz durchgeführt.

Es musste allerdings auch noch ein großer Anteil von Lerninhalten innerhalb der örtlichen Feuerwehr durchgeführt werden. Hier seien vor allem das Zusammenarbeiten mit anderen Trupps in einer Löschgruppe, das Vorgehen in Brandräumen sowie bei der technischen Hilfe genannt. Weiterhin wurden den angehenden Einsatzkräften die verschiedenen Ein-satzgeräte und die Handhabung ausführlich erläutert.

 

Eine Lösch-, bzw. Hilfeleistungsgruppe besteht aus 8 Einsatzkräften und einem Gruppenführer. Damit unseren vier Grundausbildungsaspiranten, Benjamin Englmeier, Florian Englmeier, Sven Maschur, Christoph Werner, alle Ausbildungsinhalte praxisgerecht nahegebracht werden konnten, unterstützten in den letzten Wochen noch die Kameraden Ralf Debus, Manuel Fink, Dominik Mang und Lukas Ränk.

Das Kommando der Feuerwehr Hemsbach bedankt sich bei diesen Kameraden recht herzlich für deren Unterstützung. Dies zeigt die gelebte Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr. Ein ebenso großes Lob ist auch Kamerad Clemens Englmeier zu zollen, welcher die „örtliche“ Ausbildung der Kameraden durchführte.

 

Am 31. März 2021 war es dann soweit, nun galt es das Erlernte unter den wachen Augen des Unterkreisführers Hans-Joachim Gottuck, in einer theoretischen und zwei praktischen Übungsteilen zu präsentieren.

Nach Abschluß der drei Prüfungsteile konnten sich alle Teilnehmer über ein „sehr gut bestanden“ aus dem Munde des Unterkreisführers freuen.

Der erste Realeinsatz am 01. April um 04:43 Uhr (Brandmeldealarm) lies auch nicht lange auf sich warten, so dass die „neuen“ Einsatzkräfte ihr Erlerntes auch zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einsetzen konnten.


von links: Dominik Mang, Sven Maschur, Benjamin Englmeier, Florian Englmeier, Christoph Werner, Lukas Ränk, Clemens Englmeier, es fehlt Ralf Debus und Manuel Fink

Taktische Online-Übung während der Pandemie
Geschrieben von: Feuerwehr Hemsbach (MB)   -   Mittwoch, den 03. Februar 2021

Auch während der Pandemie wird bei der Feuerwehr Hemsbach geübt. Am vergangenen Freitag fand eine Sonderübung der Führungskräfte mit dem Thema „Planspiel“ statt.

Planspiele sind bewährte Methoden bei der Feuerwehr um einsatztaktische Übungen einfach durchzuführen.

In den vergangenen drei Jahren wurde von zwei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Hemsbach eine Planspielplatte aufgebaut, um diese Art der Übung durchführen zu können. Die Idee war dabei nicht neu – bereits einige Jahre zuvor bastelte man regelmäßig während den Wintermonaten in der Jugendfeuerwehr an den Modellen der Häuser. Das langwierige Projekt schlief aber über die Zeit ein, bis sich die vier Kameraden Benjamin und Florian Englmeier, Georg Marigopoulos und Lukas Ränk dem Thema annahmen. Die Planspielplatte wurde Stück für Stück ausgebaut und verfeinert.

Die Gebäude sind teilweise mehrstöckig, verwinkelt aufgebaut und der Platz auf der Platte ist eng bebaut. Das sind nur einige der Problemfelder, die auch an Hemsbacher Einsatzstellen anzutreffen sind. Selbst Einsatzlagen am (Miniatur-)Wiesensee können hier dargestellt werden. Detailreiche Einsatzszenarien runden die Darstellung ab.

Die Führungskräfte haben bei einem Miniatureinsatz allerhand zu tun – Personen müssen aus brennenden Häusern gerettet, Straßen gesperrt und die Brandbekämpfung muss koordiniert werden, oftmals bis ins kleinste Detail wie zum Beispiel dem Öffnen der Fenster durch einen Einsatztrupp zur Entrauchung der Brandwohnung.

Da aufgrund der Corona-Pandemie selbst solche kleinen Übungen im Moment nicht als Präsenzveranstaltung durchführbar sind, wurde das Planspiel als Online-Übung durchgeführt. Dabei wurde die Planspielplatte von einer Webcam aus der Feuerwache übertragen. Eine zweite Webcam übertrug Hilfestellungen und ein Live-Protokoll wurde am PC mitgeschrieben. In der Online-Session konnten die Führungskräfte ihre Anweisungen in die Feuerwache geben, wo diese an der Planspielplatte direkt umgesetzt wurden.

Die virtuelle Übung verlief weitestgehend ohne Schwierigkeiten, sodass man nach gut drei Stunden drei Übungsszenarien vollständig abgearbeitet hatte.

Da durch die aktuellen Einschränkungen auch die regulären Übungen nicht durchführbar sind, wird auch hier auf die Online-Variante ausgewichen, um die wichtigsten Übungsthemen behandeln zu können. Sobald es die Situation zulässt, werden auch wieder praktische Übungen in Kleinstgruppen durchgeführt, womit man bereits im Sommer 2020 gute Erfahrungen gemacht hat – immerhin konnte so, trotz des hohen Ausbildungsbedarfes, bereits eine neue Drehleiter in Dienst gestellt werden.

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